Silly, die alte DDR-Rockband um Anna Loos, spielte im Theaterhaus und sucht nach einer neuen Identität
Die Band Silly hat was von einer Katze: ziemlich viele Leben. Im allerersten, anno 1978, startete Silly als kleine Coverband in Ostberlin. In den 1980ern machte die Band um Frontfrau Tamara Danz eigene Musik, erntete Erfolg und Kritiker-Preise. Als etablierte Ostband wurde Silly geliebt von den einen, verschmäht vom Rest. Nach 1989 entwickelte sich Silly zu einer Ex-DDR-Band, die ihr Überleben nach der Wende feierte und dabei mehr als nur Ostalgie verbreiten wollte. Als Sängerin Danz 1996 an Krebs starb, schien alles vorbei. Doch um 2005 begann wieder eines dieser neuen Leben, die Band trat auf, erst mit den alten Sachen und 2010 sogar mit einem neuen Album. Und was kommt als Nächstes? Silly wirbt wieder für ein Album, es heißt »Kopf an Kopf« und könnte entscheiden, wie viele Leben es noch werden.
David Orlowsky und sein Trio baten zum Jubiläumskonzert
Ausverkauft, keine Abendkasse: Für manche Menschen war der Freitagabend ein bisschen frustrierend. Umso zufriedener saßen andere in der Tübinger Jakobuskirche, schlossen die Augen und machten sich auf eine lange Hör-Reise. David Orlowsky war mal wieder nach Hause gekommen, um seine klezmerinspirierte Kammerweltmusik zu spielen, wie er es selbst nennt. Zwei der renommierten »Echo Klassik«-Preise hat der Tübinger in den letzten Jahren erhalten und füllt mit seinem Trio locker größere Häuser, aber fürs Jubiläumskonzert musste es einfach die gute alte Jakobuskirche sein.
Musica Antiqua: Im Reutlinger Spitalhof wurde mit einem musikalisch-literarischen Programm viel für die Ehrenrettung von Königin Marie Antoinette getan
Am 16. Oktober 1793 starb Marie Antoinette und wurde zugleich unsterblich: Die französischen Revolutionäre ließen ihre Königin enthaupten, und der Nachwelt blieben reichlich unsympathische (und unwahre) Zitate wie dieses: »Das Volk hat kein Brot? Dann soll es doch Kuchen essen!« Mit dem musikalisch-literarischen Programm »Marie Antoinette: Süßes Leben – bitt’re Reu’« fügte die Reihe Musica Antiqua diesem Bild einige neue Facetten hinzu.
https://www.neckar2.de/renkenberger/wp-content/uploads/logo2025-renkenberger.svg00webmeisterhttps://www.neckar2.de/renkenberger/wp-content/uploads/logo2025-renkenberger.svgwebmeister2013-02-19 11:11:112025-08-04 12:07:29Musikalische Zeitreise zu Marie Antoinette
Eine Australierin aus Berlin sang im Chor mit sich selbst: Kat Frankie in Reutlingen, ihrem allerliebsten »Ingen«
Es ist eine dieser Geschichten, die man seit der Verdieterbohlenisierung der Musikbranche nicht mehr wirklich oft hört. Kat Frankie, als australisches Stadtkind aufgewachsen mit einem elterlichen Plattenschrank voller Folk und Songwriting, brachte sich selbst das Gitarrespielen bei. Zum Geldverdienen setzte sie anfangs noch auf ein anderes Pferd, studierte Design und arbeitete danach in einem renommierten Architekturbüro. Zum Glück hielt es sie dort nicht. 2004 brach die heute 34-Jährige ihre bürgerlichen Zelte ab und lebt seither in Berlin, wo sie längst einen guten Namen hat in der Songwriter-Szene. Vor wenigen Monaten hat sie ihr drittes Album herausgebracht, das sie als berüchtigte Perfektionistin auch weitgehend selbst abgemischt hat. Am Samstag war sie erneut zu Gast im gut gefüllten franz.K in Reutlingen – übrigens ihrem »absolute favourite Ingen«, wie sie erfreut twitterte.
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Kleine große Miniaturen – beim Werkkonzert der Württembergischen Philharmonie sang sich Schauspieler Dominique Horwitz durch die Welten eines anderen
Vorschusslorbeeren können anstrengend sein. Es heißt, Dominique Horwitz singe Brel besser als Brel selbst. Der bekannte Schauspieler mit den charakteristischen Ohren winkt an dieser Stelle im Interview immer ab. Um die Debatte abzukürzen: Die Chansons des Belgiers Jacques Brel singt Horwitz wie Horwitz, und das hat seinen ganz eigenen Reiz.
Xavier Naidoo, Rea Garvey, Sasha und Michael Mittermeier beim Geldverdienen in der Liederhalle
Man nehme eine Showtreppe. Ergänze eine Big Band plus ein paar Herren in Frack und Fliege, und fertig ist die Laube. Beziehungsweise ein Gala-Abend, den man als Hommage an das gute alte »Rat Pack« um Frank Sinatra, Dean Martin und Sammy Davis jr. verkaufen kann, am besten unter dem Titel: »Alive and Swingin’«. Seit Jahren zelebrieren vier deutsche Verkaufsschlager genau dies und touren zur Winterzeit durch Deutschlands große Hallen: Pop-Chamäleon Sasha alias Dick Brave, die oberbayerische Comedy-Kieksstimme Michael Mittermeier, der einst mit seiner Band Reamonn bekannt gewordene eingewanderte Ire Rea Garvey sowie der Gebetskreise ebenso wie Fußballstadien begeisternde Mannheimer Xavier Naidoo. Die beiden Letzteren sind derzeit ja an jedem Donnerstag- und Freitagabend in deutschen Wohnzimmern präsent als Juroren der Castingshow »The Voice of Germany«. Anspielungen hierauf? Mehr als genug.
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Der Kabarettist Rainald Grebe sitzt in seinem neuen Programm im Theaterhaus wieder solo am Klavier
Wenn einem jemand plötzlich ruckartig die Innenseite seines Sakkos präsentiert, befindet man sich normalerweise just an der spanischen Treppe oder in Sichtweite des Eiffelturms, und in dem Sakko hängen schlecht kopierte Markenuhren. Am Donnerstagabend im Stuttgarter Theaterhaus enthüllte Kabarettist Rainald Grebe dem ausverkauften Saal, was er im Sakkofutter überm Herzen trägt: eine ganze Batterie an USB-Sticks. »Ich habe mein Leben digitalisiert«, verkündete der 41-Jährige mit seinem leicht überdrehten Augenrollen, und das Ding nahm seinen Lauf. »Rainald Grebe Konzert« heißt das neue Solo-Programm. Bis halb zwölf in der Nacht galt Grebes Wahlspruch »Ich möcht heut alles von mir zeigen«.
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So viel Bühnenpräsenz war selten: Wallis Bird sang, tanzte, rockte und schwitzte im Stuttgarter Club Zentral
Schlechte Nachrichten für alle, die dieses Jahr noch was vorhaben: Das Konzert des Jahres haben sie wohl schon verpasst. Es war am Samstagabend im unfassbar stickigen kleinen Stuttgarter Club Zentral. Wallis Bird und ihre Band lieferten eine Bühnenshow ab, die ebenso hoch emotional war wie verschwenderisch musikalisch. Ausverkauft war sie übrigens auch. Wallis wer? Ein Geheimtipp ist sie nicht mehr, dafür tourt die mittlerweile 30-jährige Irin schon zu lange durch die Welt. 2009 erhielt sie in ihrer Heimat die Newcomer-Trophäe beim nationalen Musik-Award »Meteor« und wurde 2010 beste Sängerin. In Frankreich feiert man sie ebenfalls. In Deutschland zieht sich der Durchbruch ein wenig hin, obwohl die Songwriterin schon seit etlichen Jahren auf kleineren Bühnen präsent ist.
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Rebekka Bakken machte im Stuttgarter Theaterhaus einen völlig unnötigen Ausflug in die Country-Welt, begleitet von einer fantastisch improvisierenden Band
Manche Künstler werden ein Leben lang immer besser. Andere arbeiten sich Jahrzehnte und etliche Alben lang daran ab, noch einmal so gut zu sein wie früher. Zu denen gehört neuerdings auch Rebekka Bakken, die wunderschöne, drei Oktaven bezwingende Norwegerin, die sich selbst einst die musikalische Latte so hoch gelegt hat. Vergangenen Herbst hat sie ihr neues Album »September« veröffentlicht, das fünfte Solo-Album, und tourt nun mit den neuen Songs. Am Samstagabend war sie im Theaterhaus. »September« ist, wie der Vorgänger, eine amerikanische Produktion und klingt auch so.
Verspielte Musikrevue mit Ulrich Tukur und seinen Rhythmus-Boys
Ulrich Tukur loben – das ist ungefähr so nötig wie der legendäre Transport von Eulen in die griechische Hauptstadt. Er sammelt seit den 1980er-Jahren Filmpreise, hat Grimmepreis und goldenen Bären und gilt als einer der besten seiner Schaupieler-Generation. Als hessischer Tatortkommissar spricht er neuerdings mit seinem Hirntumor namens Lilly. Und anders als bei anderen Mimen gehört bei ihm das Singen seit Jahren dazu: Mit seiner 1995 gegründeten Tanzkapelle »Ulrich Tukur und die Rhythmus-Boys« hat er fünf CDs veröffentlicht und tourt regelmäßig. Am Donnerstagabend war das Quartett im Stuttgarter Theaterhaus: ein Abend voll Augenzwinkern und Leichtigkeit.
Ostrocker nehmen neuen Anlauf
Hinterm Horizont geht’s weiter
Silly, die alte DDR-Rockband um Anna Loos, spielte im Theaterhaus und sucht nach einer neuen Identität
Die Band Silly hat was von einer Katze: ziemlich viele Leben. Im allerersten, anno 1978, startete Silly als kleine Coverband in Ostberlin. In den 1980ern machte die Band um Frontfrau Tamara Danz eigene Musik, erntete Erfolg und Kritiker-Preise. Als etablierte Ostband wurde Silly geliebt von den einen, verschmäht vom Rest. Nach 1989 entwickelte sich Silly zu einer Ex-DDR-Band, die ihr Überleben nach der Wende feierte und dabei mehr als nur Ostalgie verbreiten wollte. Als Sängerin Danz 1996 an Krebs starb, schien alles vorbei. Doch um 2005 begann wieder eines dieser neuen Leben, die Band trat auf, erst mit den alten Sachen und 2010 sogar mit einem neuen Album. Und was kommt als Nächstes? Silly wirbt wieder für ein Album, es heißt »Kopf an Kopf« und könnte entscheiden, wie viele Leben es noch werden.
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Heimspiel für Tübinger Echo-Preisträger
Musikalische Akrobatik
David Orlowsky und sein Trio baten zum Jubiläumskonzert
Ausverkauft, keine Abendkasse: Für manche Menschen war der Freitagabend ein bisschen frustrierend. Umso zufriedener saßen andere in der Tübinger Jakobuskirche, schlossen die Augen und machten sich auf eine lange Hör-Reise. David Orlowsky war mal wieder nach Hause gekommen, um seine klezmerinspirierte Kammerweltmusik zu spielen, wie er es selbst nennt. Zwei der renommierten »Echo Klassik«-Preise hat der Tübinger in den letzten Jahren erhalten und füllt mit seinem Trio locker größere Häuser, aber fürs Jubiläumskonzert musste es einfach die gute alte Jakobuskirche sein.
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Musikalische Zeitreise zu Marie Antoinette
Hinrichtung per Hammerflügel
Musica Antiqua: Im Reutlinger Spitalhof wurde mit einem musikalisch-literarischen Programm viel für die Ehrenrettung von Königin Marie Antoinette getan
Am 16. Oktober 1793 starb Marie Antoinette und wurde zugleich unsterblich: Die französischen Revolutionäre ließen ihre Königin enthaupten, und der Nachwelt blieben reichlich unsympathische (und unwahre) Zitate wie dieses: »Das Volk hat kein Brot? Dann soll es doch Kuchen essen!« Mit dem musikalisch-literarischen Programm »Marie Antoinette: Süßes Leben – bitt’re Reu’« fügte die Reihe Musica Antiqua diesem Bild einige neue Facetten hinzu.
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Kat Frankie und die Loop-Maschine
Eine Frau, ein Fuß
Eine Australierin aus Berlin sang im Chor mit sich selbst: Kat Frankie in Reutlingen, ihrem allerliebsten »Ingen«
Es ist eine dieser Geschichten, die man seit der Verdieterbohlenisierung der Musikbranche nicht mehr wirklich oft hört. Kat Frankie, als australisches Stadtkind aufgewachsen mit einem elterlichen Plattenschrank voller Folk und Songwriting, brachte sich selbst das Gitarrespielen bei. Zum Geldverdienen setzte sie anfangs noch auf ein anderes Pferd, studierte Design und arbeitete danach in einem renommierten Architekturbüro. Zum Glück hielt es sie dort nicht. 2004 brach die heute 34-Jährige ihre bürgerlichen Zelte ab und lebt seither in Berlin, wo sie längst einen guten Namen hat in der Songwriter-Szene. Vor wenigen Monaten hat sie ihr drittes Album herausgebracht, das sie als berüchtigte Perfektionistin auch weitgehend selbst abgemischt hat. Am Samstag war sie erneut zu Gast im gut gefüllten franz.K in Reutlingen – übrigens ihrem »absolute favourite Ingen«, wie sie erfreut twitterte.
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Dominique Horwitz als Chansonnier
Brel, besser als von Brel?
Kleine große Miniaturen – beim Werkkonzert der Württembergischen Philharmonie sang sich Schauspieler Dominique Horwitz durch die Welten eines anderen
Vorschusslorbeeren können anstrengend sein. Es heißt, Dominique Horwitz singe Brel besser als Brel selbst. Der bekannte Schauspieler mit den charakteristischen Ohren winkt an dieser Stelle im Interview immer ab. Um die Debatte abzukürzen: Die Chansons des Belgiers Jacques Brel singt Horwitz wie Horwitz, und das hat seinen ganz eigenen Reiz.
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Stelldichein der Casting-Juroren
Aus Stuttgart wird Las Vegas
Xavier Naidoo, Rea Garvey, Sasha und Michael Mittermeier beim Geldverdienen in der Liederhalle
Man nehme eine Showtreppe. Ergänze eine Big Band plus ein paar Herren in Frack und Fliege, und fertig ist die Laube. Beziehungsweise ein Gala-Abend, den man als Hommage an das gute alte »Rat Pack« um Frank Sinatra, Dean Martin und Sammy Davis jr. verkaufen kann, am besten unter dem Titel: »Alive and Swingin’«. Seit Jahren zelebrieren vier deutsche Verkaufsschlager genau dies und touren zur Winterzeit durch Deutschlands große Hallen: Pop-Chamäleon Sasha alias Dick Brave, die oberbayerische Comedy-Kieksstimme Michael Mittermeier, der einst mit seiner Band Reamonn bekannt gewordene eingewanderte Ire Rea Garvey sowie der Gebetskreise ebenso wie Fußballstadien begeisternde Mannheimer Xavier Naidoo. Die beiden Letzteren sind derzeit ja an jedem Donnerstag- und Freitagabend in deutschen Wohnzimmern präsent als Juroren der Castingshow »The Voice of Germany«. Anspielungen hierauf? Mehr als genug.
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Rainald Grebe digitalisiert sich selbst
Einmal quer durchs Leben zappen
Der Kabarettist Rainald Grebe sitzt in seinem neuen Programm im Theaterhaus wieder solo am Klavier
Wenn einem jemand plötzlich ruckartig die Innenseite seines Sakkos präsentiert, befindet man sich normalerweise just an der spanischen Treppe oder in Sichtweite des Eiffelturms, und in dem Sakko hängen schlecht kopierte Markenuhren. Am Donnerstagabend im Stuttgarter Theaterhaus enthüllte Kabarettist Rainald Grebe dem ausverkauften Saal, was er im Sakkofutter überm Herzen trägt: eine ganze Batterie an USB-Sticks. »Ich habe mein Leben digitalisiert«, verkündete der 41-Jährige mit seinem leicht überdrehten Augenrollen, und das Ding nahm seinen Lauf. »Rainald Grebe Konzert« heißt das neue Solo-Programm. Bis halb zwölf in der Nacht galt Grebes Wahlspruch »Ich möcht heut alles von mir zeigen«.
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Wallis Bird alias Miss Bühnenpräsenz
»Ich will euch mitsingen«
So viel Bühnenpräsenz war selten: Wallis Bird sang, tanzte, rockte und schwitzte im Stuttgarter Club Zentral
Schlechte Nachrichten für alle, die dieses Jahr noch was vorhaben: Das Konzert des Jahres haben sie wohl schon verpasst. Es war am Samstagabend im unfassbar stickigen kleinen Stuttgarter Club Zentral. Wallis Bird und ihre Band lieferten eine Bühnenshow ab, die ebenso hoch emotional war wie verschwenderisch musikalisch. Ausverkauft war sie übrigens auch. Wallis wer? Ein Geheimtipp ist sie nicht mehr, dafür tourt die mittlerweile 30-jährige Irin schon zu lange durch die Welt. 2009 erhielt sie in ihrer Heimat die Newcomer-Trophäe beim nationalen Musik-Award »Meteor« und wurde 2010 beste Sängerin. In Frankreich feiert man sie ebenfalls. In Deutschland zieht sich der Durchbruch ein wenig hin, obwohl die Songwriterin schon seit etlichen Jahren auf kleineren Bühnen präsent ist.
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Rebekka Bakken leider ziemlich jazzfrei
Sich selbst unterboten
Rebekka Bakken machte im Stuttgarter Theaterhaus einen völlig unnötigen Ausflug in die Country-Welt, begleitet von einer fantastisch improvisierenden Band
Manche Künstler werden ein Leben lang immer besser. Andere arbeiten sich Jahrzehnte und etliche Alben lang daran ab, noch einmal so gut zu sein wie früher. Zu denen gehört neuerdings auch Rebekka Bakken, die wunderschöne, drei Oktaven bezwingende Norwegerin, die sich selbst einst die musikalische Latte so hoch gelegt hat. Vergangenen Herbst hat sie ihr neues Album »September« veröffentlicht, das fünfte Solo-Album, und tourt nun mit den neuen Songs. Am Samstagabend war sie im Theaterhaus. »September« ist, wie der Vorgänger, eine amerikanische Produktion und klingt auch so.
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Ulrich Tukur tadellos tänzelnd
Entfaltung alter Schule
Verspielte Musikrevue mit Ulrich Tukur und seinen Rhythmus-Boys
Ulrich Tukur loben – das ist ungefähr so nötig wie der legendäre Transport von Eulen in die griechische Hauptstadt. Er sammelt seit den 1980er-Jahren Filmpreise, hat Grimmepreis und goldenen Bären und gilt als einer der besten seiner Schaupieler-Generation. Als hessischer Tatortkommissar spricht er neuerdings mit seinem Hirntumor namens Lilly. Und anders als bei anderen Mimen gehört bei ihm das Singen seit Jahren dazu: Mit seiner 1995 gegründeten Tanzkapelle »Ulrich Tukur und die Rhythmus-Boys« hat er fünf CDs veröffentlicht und tourt regelmäßig. Am Donnerstagabend war das Quartett im Stuttgarter Theaterhaus: ein Abend voll Augenzwinkern und Leichtigkeit.
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