Lesestoff

Architektur als Teamwork

Ein Dutzend Architekten an einem Tisch

Neue Broschüre der GWG Tübingen: Wie ein Workshop gute Lösungen fand, um im Tübinger Süden viel neuen Wohnraum zu schaffen

Was ist besser als ein Architekten-Wettbewerb? Ein Architekten-Workshop! Weil man dann nicht eine Idee auswählen und alle anderen verwerfen muss – sondern das architektonisch Beste entwickeln kann aus all den guten Ideen, die auf dem Tisch liegen. Mehr Teamwork. Mehr Möglichkeiten.

So hat es die GWG Tübingen gemacht, um ein über 80 Jahre altes Wohnquartier mitten in Tübingen voranzubringen. Eine neue Broschüre der GWG bietet Einblicke in diesen kreativen Prozess. Text und Redaktion: Renkenberger.txt.

Diese Broschüre kann man jetzt online anschauen.

  • 13. Juli 2020

Grebe als Freiherr

Realität – welche denn?

Rainald Grebe steigt mit dem Lügenbaron Münchhausen tief ein in die Fragen von Sein und Schein

Wäre das, was Rainald Grebe macht, Sport, dann eine fantastische Fusion von Fußball, Fechten, Freestyle-Skiing, Feuerspeien und Halma. Kein Live-Auftritt dauert unter drei Stunden, man könnte zehn Stunden darüber erzählen. Seitdem der Endvierziger einen Schlaganfall überstanden hat, macht er noch weniger Gefangene.

Am Samstagabend war er im beinah vollen großen Saal des Theaterhauses mit dem neuen Soloprogramm „Das Münchhausenkonzert“. Vor 300 Jahren wurde der Lügenbaron geboren – idealer Aufhänger für eine Collage à la Grebe. Fakten, Fakten, Fakten? Nichts öder als das! „Hauptsache, die Geschichte ist gut erzählt.“ Kein guter Abend für den Zeitgeist.

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  • 11. März 2020

Kuhns Hommagen

Die Schätzchen der Ikonen

Dieter Thomas Kuhn und seine Grave Chapel Radio Show hauchen feiner Musik von früher ihre Seele ein

Weihnachten ist Hauptsaison für Familienzusammenkünfte. Die schönen – und die anderen. Wenn nur alle so wären wie das, was in der Vorweihnachtswoche in einem Ex-Autohaus in Tübingen zu erleben ist! Dorthin laden Dieter Thomas Kuhn und Freunde seit einigen Jahren ein, um in Musik von einst zu schwelgen, in schönen Arrangements, mit Inbrunst dargeboten.

Ikonen stehen zuhauf auf dem Zettel: John Lennon, David Bowie, Bob Marley, Prince, Rio Reiser, Elvis, Charles Aznavour, Bee Gees, Amy Winehouse und Whitney Houston. Einziges Kriterium: tot. Also war nun auch Roxette dabei, „Neuzugang“ kommentiert die Kapelle lapidar. (mehr …)

  • 21. Dezember 2019

Hämmerle total vernetzt

Online ganz im Glück

Hämmerle total vernetzt: Bernd Kohlhepps Bempflinger Kunstfigur tauchte in die Untiefen des Internets

Ach ja, Humor. Ein Streitthema. Kann man jeden Tag erleben, sofern man das Ding namens Fernbedienung bemüht und sich kurzfristig anschaut, was offenbar genügend quotenrelevante Leute begeistert. Nun! Es haben ja auch nicht alle dasselbe Leibgericht. Was am Freitag im franz.K serviert wurde, schmeckte der Kritikerin über die Maßen. Die hat sonst ja viel zu motzen. Nicht diesmal: Bei Bernd Kohlhepps Programm „Hämmerle TV – total vernetzt“ passte einfach alles. Gute Zutaten, professionell zubereitet und liebevoll abgeschmeckt. Sorry, so fangen langweilige Kritiken an. (mehr …)

  • 11. November 2019

35 Jahre Wommy Wonder

Langer Flirt mit dem Publikum

Wommy Wonder feiert 35 Jahre Bühnenpräsenz – mit ganz viel Bühnenpräsenz

Wer Wommy Wonder 35 Jahre lang verpasst hat, muss sich echt Mühe gegeben haben. Denn die vom Oberschwaben Michael Panzer 1984 geschaffene Travestie-Kunstfigur Wommy ist auf den Bühnen der Region ein Lieblingsgast. So auch im Sudhaus in Tübingen, wo am Samstagabend stundenlang hin und her geflirtet wurde zwischen Parkett und Bühne. Im randvollen Saal freuten sich bei „Reizend!“ viele treue Fans an Rückblicken, Ritualen und haufenweise Pointen – bis gegen 23 Uhr und mit sehr, sehr langen Standing Ovations. (mehr …)

  • 10. November 2019

Mehr von allem mit Pink

Nicht ganz gerecht

Mehr von allem: Sängerin Pink überflutete über 40.000 Gäste in Stuttgart mit ihren Talenten

Ach, die Welt ist nicht gerecht. Der Mittwochabend hat es final bewiesen. Zwei Stunden lang wirbelte die US-Rocksängerin Pink über die Bühne des Stuttgarter Stadions, danach war endgültig klar: Es geht wahrhaftig nicht fair zu.

Manche sehen nett aus. Manche können schön singen. Manche sind gut im Turnen. Manche sind sehr lieb. Manche können sich teure Kleider kaufen. Manche haben die Haare schön. Der liebe Gott hat all das gerecht verteilt – haben zumindest viele Generationen von Müttern behauptet. Von wegen. Totaler Quatsch. Pink hat alles. Und von allem viel mehr.

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  • 12. Juli 2019

Phil Collins im Sitzen

Das Mehrgenerationenkonzert

„Immer noch nicht tot“: Phil Collins tourt durch die Stadien Europas und ließ sich in Stuttgart feiern

Puh. Durchatmen. Das ist er wirklich. Der Mann, der da am Stock geht, sich langsam Richtung Bühnenmitte vorarbeitet, ist Weltstar Phil Collins. Es ist ein Unterschied, ob man es weiß, dass dieser Musiker 68 Jahre alt ist und seit einer Wirbelsäulen-Operation zu kämpfen hat – oder ob man ihn selbst sieht. Dass er bestürzend gebrechlich wirkt, ist Collins klar. Kaum ist er vorn im Drehstuhl, spricht er es an: Er müsse meist sitzen. Aber man könne ja trotzdem ‘ne Menge Spaß haben, oder?

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  • 7. Juni 2019

Orlowsky-Trio verabschiedet sich

Der Bub zieht aus

Abschied in Wehmut: Das David-Orlowsky-Trio gastierte zum letzten Mal vor seiner Auflösung in der Stiftskirche

Am Freitag haben die Stocherkähne Trauer getragen. Zumindest musikalische Kähne. Denn das David Orlowsky Trio spielte in der Stiftskirche das Programm „Milestones“ und damit sein Tübinger Abschiedskonzert. Eine Ära ging zu Ende, nach 21 Jahren – weil die drei Musiker, allen voran Orlowsky selbst, was Neues machen wollen. Traurig für Fans, am traurigsten für Tübinger Fans.

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  • 13. Mai 2019

Groenemeyer will weiter mitmischen

Eine Energieeinheit namens Grönemeyer

Mit seinem 15. Album „Tumult“ ist der Sänger auf Tournee und sorgte in Stuttgart für Mitsing-Ekstase

„Was macht der Mann denn bloß mit seinen Händen?“ Auch 2019 gibt es offenbar noch Menschen, die zum allerersten Mal ein Grönemeyer-Konzert besuchen – die müssen sich an das drollige Gefuchtel und Getrippel von Bühnenderwisch Herbert erst gewöhnen. Die restlichen 12.500 Fans am Samstag in der Stuttgarter Schleyerhalle zeigten mehr Routine. Sie steigerten sich textsicher hinein in die gröni-typischen, alle Fischerchöre toppenden Sing-Ekstasen.

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  • 18. März 2019

Mockridges Humor-Labor

Drei Stunden im Humor-Labor

Everybody’s Bruder Luke Mockridge machte den Tübingern richtig Spaß

Grad wenn man denkt, dass einem die ganzen hiphopcoolen, grünschnäbeligen, selbsternannten Comedians gestohlen bleiben können, weil man sie beim Zappen kaum zwei Minuten erträgt (dabei leise grübelnd, ob man nun einfach zu alt ist für den neuen heißen Scheiß) – grad dann zappt man zu Luke Mockridge. Bleibt hängen, grinst, lehnt sich zurück. Mockridge versöhnt einen mit der Comedy-Generation u30 – die anderen können trotzdem gern wegbleiben. Er kam: Am Donnerstag war er in Tübingen im Sparkassen Carré, ausverkauft.

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  • 9. Februar 2019
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