Lesestoff

Magazin für Trauernde und fürs Leben

30 Mal LebensZeiten – 30 Mal Tiefgang

Seit fast zehn Jahren gibt das Stuttgarter Bestattungshaus Haller ein Magazin heraus: LebensZeiten heißt es, “Ein Magazin über das Unvermeidliche und für das Leben danach”. Versandt wird es an alle, die um jemanden trauern. Herausgeberin Andrea Haller schreibt die Texte mit viel Herz und viel Tiefgang. Und bei Renkenberger.txt wird seit Tag eins jeder einzelne Satz nochmal angefasst. Rechtschreibung und Stil optimieren, ohne dabei Kraft und Kreativität der eigenwilligen Autorin zu verlieren – das ist und bleibt eine spannende Aufgabe. Andrea Haller nennt diesen Arbeitsschritt “Perfektorat”.

Jetzt ist Ausgabe 30 erschienen. Darin gibt es erstmals auch einen Text von Veronika Renkenberger zu lesen (auch wenn das so nicht druntersteht).

Das aktuelle Magazin und alle älteren Ausgaben bietet Haller auch online an.

  • 3. Mai 2022

James Blunt und seine Zwänge

Muss er? Er muss.

James Blunt darf endlich wieder unter die Leute. Es war ihm ein Fest – am Freitagabend in Stuttgart vor über 8000 Fans

Das Schicksal teilen ja viele, die davon leben, Lieder zu schreiben und sie anderen Leuten vorzusingen: Es gibt da dieses eine Lied. Das Lied, ohne das es offenbar partout nicht geht. James Blunt gehört zu denen, die es besonders hart trifft mit seinem Lied. Sein erster Hit war vor 17 Jahren das rückgratarm dahingeschluchzte, schmalz- und glukosesiruptriefende „You’re beautiful“, von dem sehr viele Menschen augenblicklich Krämpfe bekommen, aber eben nicht alle.

Während er am Freitagabend in Stuttgart vor einer gut gefüllten Schleyerhalle just dieses Stück leicht verdrossen anmoderiert, grübelt man: Muss er es denn singen? Er ist doch hier der Boss! Aber dann singen sie mit, all die zahlenden Gäste, voll Inbrunst bis zum Grölen, und man erinnert sich an die Gesetze des Marktes. Jupp. Er muss tatsächlich.

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  • 4. April 2022

Alin Coen auf der Waldbühne

Lieder wie Glasfiguren

Alin Coen zauberte auf der Waldbühne des Sudhauses mit zarter Musik und entwaffnender Ehrlichkeit

Es war ein Abend, der einem das Glücklichsein schon ziemlich nahe legte: Die letzte Sonne überm Wald, die Waldbühne des Sudhauses idyllischer denn je und dazu lächelnde Menschen, die sich spürbar auf Live-Musik freuten. Besondere Musik. Songwriterin Alin Coen ist bekannt für tiefe, emotionale Texte. Sie brachte nur Bassist und Schlagzeuger mit – und ein enormes Schlafdefizit, wie sie gleich erzählte.

„Nah“ heißt das aktuelle Album von Alin Coen. Sie hat es Mitte 2020 veröffentlicht, nach sieben Jahren Pause. In denen sie ein anderes Leben ausprobiert, ein Kind bekommen und doch wieder zur Musik gefunden hat.

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  • 20. Juli 2021

Eine Internetseite, die tief einsteigt

Clemens Müller-Störr steht für Compliance

Eine neue Internetpräsenz für einen erfahrenen Unternehmensberater: Dieser Auftrag startete klein und wuchs unterwegs stetig weiter. Weil Clemens Müller-Störr etwas zu sagen hat – und weil Renkenberger.txt alles formuliert hat. Inzwischen können Kunden und Neugierige tief einsteigen in die Themen Werte, Führung und Compliance, wenn sie die Seite www.mueller-stoerr.de besuchen. Viel Erfolg!

  • 26. August 2020

Architektur als Teamwork

Ein Dutzend Architekten an einem Tisch

Neue Broschüre der GWG Tübingen: Wie ein Workshop gute Lösungen fand, um im Tübinger Süden viel neuen Wohnraum zu schaffen

Was ist besser als ein Architekten-Wettbewerb? Ein Architekten-Workshop! Weil man dann nicht eine Idee auswählen und alle anderen verwerfen muss – sondern das architektonisch Beste entwickeln kann aus all den guten Ideen, die auf dem Tisch liegen. Mehr Teamwork. Mehr Möglichkeiten.

So hat es die GWG Tübingen gemacht, um ein über 80 Jahre altes Wohnquartier mitten in Tübingen voranzubringen. Eine neue Broschüre der GWG bietet Einblicke in diesen kreativen Prozess. Text und Redaktion: Renkenberger.txt.

Diese Broschüre kann man jetzt online anschauen.

  • 13. Juli 2020

Grebe als Freiherr

Realität – welche denn?

Rainald Grebe steigt mit dem Lügenbaron Münchhausen tief ein in die Fragen von Sein und Schein

Wäre das, was Rainald Grebe macht, Sport, dann eine fantastische Fusion von Fußball, Fechten, Freestyle-Skiing, Feuerspeien und Halma. Kein Live-Auftritt dauert unter drei Stunden, man könnte zehn Stunden darüber erzählen. Seitdem der Endvierziger einen Schlaganfall überstanden hat, macht er noch weniger Gefangene.

Am Samstagabend war er im beinah vollen großen Saal des Theaterhauses mit dem neuen Soloprogramm „Das Münchhausenkonzert“. Vor 300 Jahren wurde der Lügenbaron geboren – idealer Aufhänger für eine Collage à la Grebe. Fakten, Fakten, Fakten? Nichts öder als das! „Hauptsache, die Geschichte ist gut erzählt.“ Kein guter Abend für den Zeitgeist.

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  • 11. März 2020

Kuhns Hommagen

Die Schätzchen der Ikonen

Dieter Thomas Kuhn und seine Grave Chapel Radio Show hauchen feiner Musik von früher ihre Seele ein

Weihnachten ist Hauptsaison für Familienzusammenkünfte. Die schönen – und die anderen. Wenn nur alle so wären wie das, was in der Vorweihnachtswoche in einem Ex-Autohaus in Tübingen zu erleben ist! Dorthin laden Dieter Thomas Kuhn und Freunde seit einigen Jahren ein, um in Musik von einst zu schwelgen, in schönen Arrangements, mit Inbrunst dargeboten.

Ikonen stehen zuhauf auf dem Zettel: John Lennon, David Bowie, Bob Marley, Prince, Rio Reiser, Elvis, Charles Aznavour, Bee Gees, Amy Winehouse und Whitney Houston. Einziges Kriterium: tot. Also war nun auch Roxette dabei, „Neuzugang“ kommentiert die Kapelle lapidar. (mehr …)

  • 21. Dezember 2019

Hämmerle total vernetzt

Online ganz im Glück

Hämmerle total vernetzt: Bernd Kohlhepps Bempflinger Kunstfigur tauchte in die Untiefen des Internets

Ach ja, Humor. Ein Streitthema. Kann man jeden Tag erleben, sofern man das Ding namens Fernbedienung bemüht und sich kurzfristig anschaut, was offenbar genügend quotenrelevante Leute begeistert. Nun! Es haben ja auch nicht alle dasselbe Leibgericht. Was am Freitag im franz.K serviert wurde, schmeckte der Kritikerin über die Maßen. Die hat sonst ja viel zu motzen. Nicht diesmal: Bei Bernd Kohlhepps Programm „Hämmerle TV – total vernetzt“ passte einfach alles. Gute Zutaten, professionell zubereitet und liebevoll abgeschmeckt. Sorry, so fangen langweilige Kritiken an. (mehr …)

  • 11. November 2019

35 Jahre Wommy Wonder

Langer Flirt mit dem Publikum

Wommy Wonder feiert 35 Jahre Bühnenpräsenz – mit ganz viel Bühnenpräsenz

Wer Wommy Wonder 35 Jahre lang verpasst hat, muss sich echt Mühe gegeben haben. Denn die vom Oberschwaben Michael Panzer 1984 geschaffene Travestie-Kunstfigur Wommy ist auf den Bühnen der Region ein Lieblingsgast. So auch im Sudhaus in Tübingen, wo am Samstagabend stundenlang hin und her geflirtet wurde zwischen Parkett und Bühne. Im randvollen Saal freuten sich bei „Reizend!“ viele treue Fans an Rückblicken, Ritualen und haufenweise Pointen – bis gegen 23 Uhr und mit sehr, sehr langen Standing Ovations. (mehr …)

  • 10. November 2019

Mehr von allem mit Pink

Nicht ganz gerecht

Mehr von allem: Sängerin Pink überflutete über 40.000 Gäste in Stuttgart mit ihren Talenten

Ach, die Welt ist nicht gerecht. Der Mittwochabend hat es final bewiesen. Zwei Stunden lang wirbelte die US-Rocksängerin Pink über die Bühne des Stuttgarter Stadions, danach war endgültig klar: Es geht wahrhaftig nicht fair zu.

Manche sehen nett aus. Manche können schön singen. Manche sind gut im Turnen. Manche sind sehr lieb. Manche können sich teure Kleider kaufen. Manche haben die Haare schön. Der liebe Gott hat all das gerecht verteilt – haben zumindest viele Generationen von Müttern behauptet. Von wegen. Totaler Quatsch. Pink hat alles. Und von allem viel mehr.

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  • 12. Juli 2019
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