Mit Ulrich Tukur unterwegs gen Süden
Ein inneres Italien
Eine Art Gruppenreise: Ulrich Tukur nahm das Publikum mit in sein Venedig
Es ist grau draußen, so grau, dass es fast wehtut. Nass und kalt sowieso. Man würde dem allzu gern entfliehen. Am Freitagabend war das einfach: Ulrich Tukur hatte sich angekündigt mit einem Programm namens „Eine Nacht in Venedig“. Der Mozartsaal der Liederhalle war ausverkauft. Etwa 100 Minuten lang war drinnen alles anders als draußen. Denn Tukur las, plauderte, sang. Vom Süden, von Liebe, vom Sterben, von Freundschaft und Milchschaum. 100 Minuten, in denen der graue Schwabenwinter seine Macht verlor und die Erdenschwere vielleicht auch.