Die GWG Tübingen hat in einer Broschüre nacherzählt, wie sie die schlimmste Ecke Tübingens sanierte – indem sie mit Bewohnern und Nachbarn an einem Strang zog. Die Broschüre stammt aus dem Hause Renkenberger.txt: Konzept, Texte und Projektleitung.
Anschauen kann man sie auf den Seiten der GWG Tübingen.
https://www.neckar2.de/renkenberger/wp-content/uploads/logo2025-renkenberger.svg00webmeisterhttps://www.neckar2.de/renkenberger/wp-content/uploads/logo2025-renkenberger.svgwebmeister2015-06-18 19:40:422016-02-25 09:25:30Kleines Viertel, große Idee
Wo es in der Tübinger Altstadt besonders hübsch, appetitlich oder entspannt zugeht, diese Infos können Stadtbesucher kompakt in einer Broschüre finden. Die gutgelaunten Texte in dem Heft sind von Renkenberger.txt.
(Die Kommafehler allerdings nicht … 🙂 )
Virtuell drin blättern kann man auch – die Stadt Tübingen macht’s möglich.
https://www.neckar2.de/renkenberger/wp-content/uploads/logo2025-renkenberger.svg00webmeisterhttps://www.neckar2.de/renkenberger/wp-content/uploads/logo2025-renkenberger.svgwebmeister2015-06-18 19:24:042016-02-25 09:25:37Lust machen auf Tübingen
Chris de Burgh kriegt mit 66 Jahren und gefälligen Songs die Liederhalle gleich zweimal voll. Und erweist sich als profunder Songwriter und Geschichtenerzähler
Ah, da sind sie schon. Hübsch hergerichtete Damen im Vorruhestandsalter, die feuerrote Satinblusen tragen. Selbst schuld, Mister de Burgh. Sie mussten mit ihrem Schmachtgeträller über eine »Lady in Red« ja unbedingt Millionen verdienen. Das nehmen die Verehrerinnen natürlich persönlich. In der fast ausverkauften Stuttgarter Liederhalle war Rot am Montagabend eine ziemlich simple Botschaft – und am Dienstagabend, als der Beethovensaal erneut fast ausverkauft war, sah es sicher kaum anders aus. Dabei ist das reichlich gemein, den armen Iren ständig auf dieses Liedchen zu reduzieren.
https://www.neckar2.de/renkenberger/wp-content/uploads/logo2025-renkenberger.svg00webmeisterhttps://www.neckar2.de/renkenberger/wp-content/uploads/logo2025-renkenberger.svgwebmeister2015-04-29 09:21:152025-08-04 19:14:01Chris de Burgh und die Frauen
Das fast Unmögliche gewagt: Das LTT nähert sich der Figur Helmut Palmer mit einem Puppentheater an
Selten wurde im Vorfeld einer Theater-Premiere so viel getrommelt und diskutiert, zumindest diesen Aspekt hätte Helmut Palmer wohl gemocht: Das LTT hat ein Stück über ihn, den 2004 verstorbenen Vater des Tübinger Oberbürgermeisters gemacht. Helmut Palmer war bekannt als Remstalrebell und eine der sperrigsten und umstrittensten Persönlichkeiten Württembergs im letzten Jahrhundert. Einer, der über Jahrzehnte auf den Wochenmärkten der Region sein Obst verkaufte, auch in Reutlingen. Der sich für einen gesunden Obstbaumschnitt ebenso verkämpfte wie für sichere Straßen und gegen Plastiktüten. Der sich mit allen anlegte, bei rund 300 Wahlen im Land kandidierte, einen ewigen Privatkrieg gegen Behörden, gegen echte und vermeintliche Altnazis ausfocht und dafür teuer bezahlte.
Kunstvoll Leben einhauchen muss man so einem Stoff nicht: Helmut Palmers Biografie ist ebenso schillernd wie tragisch. Das LTT (federführend: Regisseur Gernot Grünewald und Dramaturgin Kerstin Grübmeyer) goss aus dieser Fülle ein Puppentheater-Musical und etikettierte es als »Political«.
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Amüsiergarantie: Willy Astor war in der Stadthalle Reutlingen
»Ganz ehrlich: Reutlingen ist meine Lieblingsstadt«, bekannte Willy Astor am Freitagabend mit einem überaus ernst zu nehmenden Lächeln. Fast war man geneigt, es ihm zu glauben: Schließlich hat er sein Programm »Nachlachende Frohstoffe« bereits zum dritten Mal in Reutlingen dargebracht. Bei ungebrochen hoher Nachfrage und erneut unter maximalem Gelächter.
Reutlingen also. Und diese Stadthalle erst! »Schaut cool voll aus«, diagnostizierte Astor, der zuletzt im franz.K auftrat, und ließ Blicke schweifen bis ganz hinten oben. »Boah, ist das ein Monumentalbau. Musste das so hoch sein? Hatten die noch Material?«
Götz Alsmann war zu Gast in der Reutlinger Stadthalle, begleitet von der SWR Big Band und Klaus Hoffmann
Es war wie aus dem Rezeptbuch. Man nehme gut gekleidetes Publikum mit eher grauen Haaren und lasse es nach und nach in eine Halle schlendern. Füge eine Big Band hinzu, die mit gut sitzenden Anzügen und dem gebotenen Elan auf die Bühne geflitzt kommt. Setze ans Klavier einen Bandleader, der dem Publikum meist den Rücken zeigt und dennoch spüren lässt, dass über allem sein pfiffiges Augenzwinkern schwebt. Würze das Ganze dann mit einem Publikumsliebling, der Refrains liebevoll ins Mikrofon haucht und die Pausen mit Geplauder veredelt. Bei der Zubereitung kann die Anzahl der Mikrofonnutzer je nach Geschmack variiert werden.
https://www.neckar2.de/renkenberger/wp-content/uploads/logo2025-renkenberger.svg00webmeisterhttps://www.neckar2.de/renkenberger/wp-content/uploads/logo2025-renkenberger.svgwebmeister2015-01-19 10:46:082025-08-04 19:01:55Götz Alsmann und die SWR Big Band
Im Tatort der Gerichtsmediziner, im franz.K der Kassenschlager: Jan Josef Liefers macht mit seiner Band Radio Doria deutschen Poprock und glänzt als Sympathieträger
Wenn morgen der beliebteste Deutsche gewählt würde, sollte man auf ihn wetten: Jan Josef Liefers, jenen Schauspieler, der als Gerichtsmediziner Boerne im Tatort aus Münster mehr Zuschauer binden kann als so manches Fußballspiel. Ein gerade 50 gewordener Lausbub, der durch bemerkenswerte Echtheit und Glaubwürdigkeit auffällt, auch in seiner Promi-Ehe mit Anna Loos und bei allerhand politischen Äußerungen. Am Donnerstag war er in Reutlingen zu Gast. Selten war das franz.K so voll. Jan zieht.
https://www.neckar2.de/renkenberger/wp-content/uploads/logo2025-renkenberger.svg00webmeisterhttps://www.neckar2.de/renkenberger/wp-content/uploads/logo2025-renkenberger.svgwebmeister2014-12-07 11:50:172025-08-04 18:58:48Jan Josef Liefers, König der Herzen
Ed Sheeran steht ganz allein auf der Bühne der Porsche-Arena. Und bringt die Halle dennoch gründlich zum Wackeln
Es gibt sie noch, diese unauffälligen Typen in Jeans und Shirt, die sich eine Gitarre umhängen, kurz räuspern – und dann binnen Sekunden eine verzauberte Musik-Insel schaffen. Einer von ihnen hat es jetzt geschafft: Nach Pubs und Fußgängerzonen bespielt der 23-jährige Brite Ed Sheeran heute die großen Bühnen. Er sammelt Preise, sein Album war auf Platz 1, seine aktuelle Europa-Tour ist ausverkauft. Auch in Stuttgart hätte man am Samstag die Tickets teuer weiterverkaufen können: Vor der Porsche-Arena harrte eine Traube leer ausgegangener Fans aus und sang Sheeran-Songs, während drinnen kurz nach 21 Uhr das Betontragwerk zu beben begann.
Jan Plewka taucht gern in fremde Musik ein. Der Sänger von Selig hat das vor Jahren schon mal mit Rio Reiser getan. Sein neues Programm heißt »Jan Plewka spielt Simon & Garfunkel«; am Samstag war er damit zu Gast im franz.K. Für Rio Reiser hatte Plewka genau den richtigen Tonfall, das ungestüm Laute, das rotzige Nölen, das berührende Bröckeln. Mit dem gläsernen Sound von Paul Simon und Art Garfunkel hingegen hat Plewkas Stimme ungefähr so viel zu tun wie Rumpelstilzchen mit der kleinen Meerjungfrau. Und da wäre auch noch die spannende Frage, wie einer allein eigentlich Duett singen will.
Die Sängerin von »Wir sind Helden« macht auf Solo-Tournee im enttäuschend schlecht besuchten franz.K Halt
Keine Chance. Man kann einfach nicht zu einem Konzert von Judith Holofernes gehen, ohne zu vergleichen. Denn Judith Holofernes war zwölf Jahre lang die Stimme der Band »Wir sind Helden« und auch für deren Texte und Botschaften zuständig. Klingt ihr neues Solo-Projekt genauso? Wie macht sie sich allein im Rampenlicht? Wird man die Helden-Band vermissen? Dafür haben sich am Dienstagabend erstaunlich wenige Leute interessiert. Nur rund 150 Tickets wurden verkauft für das Holofernes-Konzert im Reutlinger franz.K. Damit es im Club nicht gar so luftig wirkte, blieb die Tribüne geschlossen und der hintere Teil des Saals abgetrennt.